kfd Adventswochenende

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kfd Adventswochenende

Das diesjährige Adventswochenende des kfd-Diözesanverbandes Fulda fand vom 05.12. – 07.12.2025 im ehrwürdigen, am Main gelegenen Kloster Oberzell bei Würzburg statt.

14 Teilnehmerinnen hatten sich auf den Weg gemacht, um das Thema "Adventliche Frauen – Spirituelle Selbstbestimmung" in den Blick zu nehmen.

Frau Dr. Ute Zeilmann begleitete die Teilnehmerinnen mit fachlicher, theologischer und offenherziger Kompetenz durch diese Fortbildung. Themen waren die Legenden/Leben der Hl. Barbara, der Hl. Lucia, des Hl. Nikolaus sowie die Beziehung zwischen Maria, als junge schwangere Jugendliche aus ärmlichen Verhältnissen, und ihrer ebenfalls schwangeren Cousine Elisabeth, die wohlhabend und gebildet war und trotz aller Widerstände, Maria für mehrere Monate in ihr Haus aufnahm und sich mit ihr solidarisiert.

In Gruppenarbeit, geführt durch gezielte Fragen von Frau Dr. Zeilmann, stiegen die Frauen in das Leben der Hl. Barbara ein, die etwa im 3. Jh. im heutigen Izmir/Türkei lebte. Ihre bedingungslose Hinwendung zum christlichen Glauben, der Gleichberechtigung der Geschlechter (alle sind gleich), Nächstenliebe, Hoffnung auf Veränderung und spirituelle Selbstbestimmung als Leitbild der Christen lebte und faszinierte sie.

Der eigene Vater lieferte sie an den Statthalter aus, um sie wieder auf den „rechten Weg zu führen" – wohlwissend, dass er Barbara damit der Folter und schlussendlich einem brutalen Tod durch Enthauptung (vollstreckt durch den eigenen Vater) preisgab.

Auch unser Glaube und unsere Überzeugungen werden immer wieder hinterfragt und angezweifelt. Erst die Fähigkeit zur Reflexion ermöglicht eine Balance, die uns als Menschen selbstbestimmt und frei entscheiden lässt. Glauben erfordert großen Mut und Stärke, zu seinen Überzeugungen zu stehen, auch wenn Anfeindungen und gewaltsame Angriffe drohen.

Die Legende und das Glaubenszeugnis der jungen Barbara erinnern daran, dass an Weihnachten jemand zur Welt kommt, für den es sich lohnt zu leben und sogar zu sterben.

Auch die Hl. Lucia und der Hl. Nikolaus zeigen sich als Bekennende der Botschaft von Jesus Christus. Sie leben Nächstenliebe und das Evangelium.

Kreativ ging es am 6.12. weiter. "Pinkfarbene“ Faltblätter wurde zu Booten gefaltet - in Erinnerung an den Hl. Nikolaus, der sich mit Armen, Kranken und Frauen solidarisierte und mit Booten heimlich Geschenke an Menschen in ausweglosen Situationen überbrachte. Die Faltboote wurden von den Teilnehmerinnen beschriftet mit den Namen bedeutender Frauen und Frauengruppen aus totalitären Staaten z. B. Afghanistan, Iran ... (die Liste ließe sich noch verlängern), und anschließend mit einer gesprochenen Botschaft und Gedanken an diese Frauen auf dem Main "verschifft".

gebastelte Schiffchen als Zeichen für den Hl. Nikolaus


Im Gedenken an die Hl. Lucia, die Christen während der Christenverfolgung im Gefängnis mit Essen versorgte (mit einem Lichterkranz auf ihrem Kopf, um die Hände freizuhaben) und dafür den gewaltsamen Tod starb, gestaltete jede Teilnehmerin ihren eigenen Licherkranz mit Lichterkette, Sternen und Perlen sowie einem Windlicht.

Am Sonntagmorgen feierte die Gruppe die Eucharistiefeier in der Klosterkirche Oberzell. Nach einer Abschlussrunde und gemeinsamem Mittagessen jede wieder den Heimweg antrat, mit vielen Eindrücken von diesem außergewöhnlichen Ort und den Menschen, die diese 3 Tage prägten.  

Besonderen Dank gilt Frau Dr. Ute Zeilmann, die mit ihrer offenherzigen Art, das Thema Adventliche Frauen „auf die Frau" überspringen ließ und uns so mit fundierten Informationen und nachhaltigen Impulsen bereicherte.

(Text und Bilder: Doris Paula und Marion Hohmann)

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