kfd-Diözesanverband Fulda

Netzwerk "Diakonat der Frau"

Die Idee geht zurück auf die Diakonatskreise, in denen sich Männer und Frauen vor dem II. Vatikanischen Konzil zusammengeschlossen hatten, um die Wiederbelebung des Ständigen Diakonats in der römisch-katholischen Kirche zu fördern; dies u. a. durch die Vorbereitung von interessierten Laien auf den Diakonat, durch Auseinandersetzung über eine erneuerte Theologie des Diakonats und gemeinsames Bemühen um eine diakonische Spiritualität.

Nicht zuletzt durch diese Initiativen wurde – in enger Zusammenarbeit mit Theologen und Bischöfen – die Erneuerung des Ständigen Diakonats für verheiratete Männer durch das Konzil ermöglicht. Leider wurde der Ständige Diakonat damals nicht gleichzeitig auch für Frauen geöffnet. Seither bemühen sich viele Frauen und Männer auf allen Ebenen der Kirche das altkirchliche Diakoninnenamt wiederzubeleben.

Die kfd unterstützt das Bemühen um die Einführung des sakramentalen Ständigen Diakonats für Frauen in der römisch-katholischen Kirche - eine diakonische Kirche, in der Männer und Frauen gemeinsam den Dienst Jesu Christi leben und diakonische Leitungsdienste vor Ort wahrnehmen.

Die Gründung eines bundesweiten Netzwerks „Diakonat der Frau“ erfolgte 1996 in Münster.
Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Interessens- und Arbeitsgruppen zur Förderung des Diakonats der Frau.


Aufgaben und Ziele:


  •   Das Netzwerk unterstützt Frauen, die sich zum Diakonat berufen fühlen.
  •   Es steht in Kontakt mit gleichgesinnten Organisationen im In- und Ausland.
  •   Das Netzwerk ist Initiator des Diakonatskreises für Frauen

Kommission zum Frauendiakonat gestartet

Diakoninnen in der frühen Kirche im Focus

Die von Papst Franziskus eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Geschichte des Frauendiakonats hat Ende November ihre Arbeit aufgenommen. Dem Gremium gehören zwölf Fachleute an, sechs Männer und sechs Frauen. Laut Vatikan sollen die Wissenschaftler eine "objektive Untersuchung über die Situation in den Anfängen der Kirche" vornehmen.


Papst Franziskus hatte die Einsetzung der Kommision bereits im Mai 2016 angekündigt. Vielfach war dies so verstanden worden, als sei damit auch die Prüfung einer Zulassung von Frauen zum Diakonat verbunden. Der Papst wandte sich gegen entsprechende Medienberichte: Die Kommission solle nur die Geschichte der Diakoninnen in den ersten Jahrhunderten der Kirche untersuchen.


Ihre Ergebnissse dürften allerdings nich ohne Auswirkungen auf die akutelle Debatte über die Zulassung von Diakoninnen bleiben. Immer wieder haben sich in der Vergangenheit die kfd und andere Verbände sowie Theologinnen und Theologen für eine Zulassung von Frauen zu dem Amt ausgesprochen. Das durch Weihe übertragene Diakonenamt ist bislang Männern vorbehalten. Diakone dürfen taufen, verheiraten, beerdigen und predigen, aber nicht die Messfeier leiten und Beichte hören. Lange Zeit galt das Amt als Vorstufe zur Priesterweihe; seit 1968 können aber auch verheiratete Männer zu "Ständigen Diakonen" geweiht werden

KNA (fum 02/2017)