Kreuz und QuerGedanken zur Fastenzeit
Beichte per Computer So, das ist jetzt also auch zu haben: die „Beichte per Computer". Eine Kölner Firma bietet sie an. Dies sei eine zeitgemäße Möglichkeit der inneren Einkehr, so erklärt diese Firma anlässlich der Herausgabe einer neuen CD-ROM. Mehr als fünfzig Gebete könnten per Mausklick aufgerufen werden. Und im Menü „Bekennen" könne man in einer Sündenliste mit über 200 Einträgen gleich eine passende Buße auswählen. Soweit das Angebot der Firma. Ich stelle mir das konkret vor: Krach mit der Frau, irgendwo mal gelogen, irgendwann mal etwas mitgehen lassen, mal fremdgegangen - was macht's? Ich brauche mich abends nur an den Computer zu setzen, ein paar Mal die richtigen Tasten zu drücken, ein Vaterunser zu beten, und damit hat es sich schon: Alles wieder in Butter! Moment mal: Das kann doch nicht das sein, was die Christen meinen, wenn sie von Umkehr und Vergebung reden! Da geht es doch um Einsicht: Mensch, du, ich hab' da Mist gemacht! Du, ich habe dir wehgetan! - Und da geht es um Reue: Es tut mir wirklich leid! Ich schäme mich dafür! -Und vor allem, da geht es um Vergebung: Komm, ich verzeihe dir! Es ist alles wieder in Ordnung! Du brauchst dich mit dieser blöden Sache nicht mehr herumzuquälen! - Da geht es also um Dinge, die zwischen Menschen passieren, und zwischen Menschen und Gott: Ich brauche mich nicht mehr zu schämen, obwohl ich Mist gebaut habe. Ich bleibe dem anderen wichtig, obwohl ich ihm wehgetan habe. Dass ich meinen Wert behalte, obwohl ich so häufig danebenhaue, das schafft kein Computer, keine CD-ROM und kein Mausklick. Dazu braucht es mehr: Dazu braucht es etwas, was sich zwischen Menschen abspielt, meine Einsicht und das Verständnis des anderen. Pfarrer Peter Borta |
Aktuelles
Dekanat RhönZwischen Klostermauern und Labyrinth
50 Frauen der kfd Dekanat Rhön unterwegs auf der Suche nach der Oase für das Leben. BundesverbandSymposion der kfd anlässlich des Bischofsworts zur Stellung der Frau in Kirche und Gesellschaft
|